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Sansibar

Sansibar ist eine Inselgruppe, die aus der Hauptinsel Unguja und der weiter nördlich gelegenen Insel Pemba besteht.

Der tourismus konzentriert sich hauptsächlich in Unguja, wo die weltberühmte Altstadt Stone Town liegt.
Die Insel breitet sich 90 km von Ras Nungwi im Norden bis zu Ras Kizimkazi im Suden aus; seine Breite ist ungefähr 40 km.

Die Geschichte

Sansibar ist ein Tropenparadies mit einer originellen Kultur, die aus der Kombination mehrerer Elementen verschiedener Kulturen und Bevölkerungen aufkommt, die das Land dank der strategischen Position, Nährboden und des milden Klimas beherrscht haben.
Als die ersten Besucher gelten persianiche Händler, die im 8. Jahrhundert die Insel bereisten. Als Folge der Kommunikationsschwierigkeiten zwischen Händlern und Küstenbewohnern entwickelte sich eine neue Sprache: Swahili - eine Mischung von dem Arabischen und von der Sprache der einheimischen Stämme.
Nach der Entdeckung des Kaps der Guten Hoffnung und des Kurs nach Indien unterjochten die portugeisen die Küsten des Ostafrikas, Sansibar auch, bauten dort eine Handelsstation, aber in der Folge riunierten sie die dort lebenden Handelsgeschäfte.
1652 verloren die Portugiesen alle ihre Besitzungen. Von 17. bis 19. Jahrhundert bildete Sansibar unter der Herrschaft des Sultans von Oman ein Zentrum für den östlichen Sklavenhandel.
1811 einweihte der behrumte Sultan Seyyd bin Said den Menschenhandel in Sansibar. Zu Beginn des 19. Jahrhunderts wurden 6.000 bis 10.000 Sklaven jährlich „umgesetzt“. Sklavenhandel sowie die Kultivierung von Gewürznelken machten die Insel reich, berüchtigt und begehrenswert.
Sansibar wurde der Stützpunkt fur die europäischen Kundschafter auf der Entdeckung Afrikas, wie Livingstone und Stanley, die die Abschaffung der Sklaverei förderten.
1890 wurde das immer kleiner werdende Sultanat Sansibar britisches Protektorat und dem britischen Kolonialreich einverleibt.
Nach dem zweiten Weltkrieg verallgemeinerte die Unzufriedenheit gegen die englisch-arabische politische Gewalt und die wirtschaftliche Ordnung.
Bereits in 1964 kriegte Sansibar seine Unabhängigkeit. Es kam zu einem durch John Okello angeführten und erfolgreichen Staatsstreich, dem Sansibar-Massaker. Die bisherige arabische Führung wurde binnen weniger Stunden entmachtet. An den nachfolgenden Tagen wurden 12.000 Menschen – Angehörige der arabischen und indischen Bevölkerungsgruppen – Opfer eines Genozids. Dem Sultan gelang die Flucht ins Ausland.
Nach der Revolution wurde eine neue Regierung von Abeid Amani Karume (der Häuptling der Afro-Shirazi Partei, ASP) gestiftet.
Nach kurzer Übergangszeit als Volksrepublik vereinigte sich Sansibar am 25. April 1964 mit der ebenfalls soeben unabhängig gewordenen Republik Tanganyka zu dem neuen Staat Tansania. Sansibar hielt ein Teil seiner Unhabhängigkeit, seinen Presidenten, seine Konstitution und seine Gerichtsordnung.

Die Nationalökonomie Sansibar wandelte sich von der soeben durch Karume gestifteten Verstaatlichung zu der durch Ali Hassan Mwinyi geförderten Liberalisierung. Die ausländischen Investierende wurden von dem Präsidenten Salmin Amour angezogen, aber ihre Hilfsmittel hörten bald auf, wenn im Oktober 1995 während der Mehrparteienwahlen politische Unordnungen zwischen ccm (Chama Cha Mapinduzi) und cuf (Civic United Front) entflammten. Hamnesty International eilte zu der Verteidigung der Aktivisten herbei.
Die zwei Parteien hatten sich durch die Muhungen vom Präsidenten Amani Karume versöhnt, trotzdem lief die politische Wahl von 2000 in ein Klima von Spannung ab.
In Oktober 2001 unterstrichen die zwei Parteien den Muafaka Friedensvertrag, bis jetzt beidseitig befolgt.

Die Musik

Man versteht einfach, dass die Musik in Sansibar einen großen Stellenwert hat, wenn man die Erschütterung der Leute sieht, jedes Mal wenn ihr beliebtes Lied gespielt wird. Verschiedene sind die Musikrichtungen, die mit eigentümlichen afrikanischen Instrumenten gespielt werden. Die Musik ist ein fester Bestandteil von Festen oder Ritualen, ohne die sie nicht stattfinden können. Sie strukturiert soziale Ereignisse und bestimmt die Atmosphäre.
Die traditionelle Musik heißt Ngoma ya Kiasili (Musik der Ahnen). Sie ist eine Art Feiermusik, die nur mit Schlaginstrumenten und dem Singen gespielt wird, sie begleitet die Ehe, Geburt oder Zauber. Eine Art Ngoma ist die Chakatcha, die sich auch zu dem Tanzen eignet.
Die Dumbak, ein spezieller Schlaginstrument, und die Geige kennzeichnen die Kidumbak Musik. Sie ist eine typische Untermalung bei speziellen Gelegenheiten.
Die Taarab Musik ist in der Ostküste Afrikas geboren, ihre Klänge mahnen die arabische Welt an. Der Gesang ist dabei meistens so aufgebaut, dass es einen immer wiederkehrenden Refrain gibt, der sich mit einem Frauen Sologesang abwechselt. Der Sologesang ist oft mit Geigen, Cellos, arabischen Lauten, ägyptischen Zither, Klarinetten und Schlaginstrumenten begleitet. Das traditionelle Lied Culture Taarab von der weltbehrumten Sängerin Bi Kidude wurde von dem Modern Taarab Orchester gespielt, das E-Gitarre und Synth benutzte, was das Lied für die Disko geeignet machte.
Unter den Afrikanern ist auch die Jazz Musik sehr geliebt, sie ist von grösseren Orchestern gespielt, kaum zwanzig Musiker auf der Buhne, und von vielen getanzt.
Das Bongo Fleva, eine Art Swahili Hip Hop, gefällt allen Jungen in der Ostafrika. In die Diskos ist es mit dem Raggeaton die Hauptneigung seit einigen Jahren.
Tanz, Gesang und Instrumentalmusik sind untrennbar. Es ist für einen Afrikaner undenkbar, dass Musik gemacht wird, ohne dass jemand dazu tanzt oder singt.